Stärker mit Kreatin?


Hilft nicht immer
Kraftsport BAnkdrücken Kreatin
mauritius images / Wavebreakmedia

Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung sportlicher Leistungen sind beliebt. Aktuell besonders beworben wird Kreatin. Was sagt die Wissenschaft dazu?

Die Rolle von Kreatin im Körper

Kreatin ist keine künstliche Substanz: Es wird vom Körper selbst produziert oder über Fleisch und Fisch mit der Nahrung aufgenommen. Es ist gerade dann wichtig, wenn der Körper kurze, intensive Leistungen erbringen soll:  Als Kreatinphosphat ist es in den Muskeln eingelagert und dient dort als ein lokaler Speicher, aus dem Phosphat zur Energieversorgung schnell freigesetzt werden kann. Daher liegt die Vermutung nahe, dass eine zusätzliche Kreatinzufuhr die Muskeln stärken könnte, und damit auch sportliche Leistungen. Forschende haben dazu Studien an fast 2000 Personen ausgewertet. Das Ergebnis: Die Kreatin-Einnahme kann sportliche Leistungen steigern, aber nur ganz bestimmte und nicht bei jedem Trainierenden.

Nur in bestimmten Fällen hilfreich

Die Studien zur Kreatin-Einnahme sind überwiegend von geringer Qualität. Denn beim Großteil der Studien wussten die Teilnehmenden, ob sie Kreatin oder ein kreatinfreies Pulver einnahmen. Ihre Erwartungen könnten die Ergebnisse also verzerrt haben (Placebo-Effekt). Fest steht aber: Am ehesten hilft Kreatin, wenn kurzfristige, intensive Kraftleistungen gefragt sind, etwa im Kraftsport. So konnten Kraftsportler*innen, die regelmäßig Kreatin einnahmen, bei bestimmten Übungen schwerere Gewichte bewegen oder sie schafften mehr Wiederholungen.  Auch beim Springen waren geringfügig bessere Leistungen möglich. Bei anderen Übungen war jedoch kein Zuwachs feststellbar, ebenso bei wenig Trainierten. Auf Ausdauerleistungen kann sich die Kreatin-Einnahme sogar negativ auswirken, da es durch Wassereinlagerungen in den Muskeln das Körpergewicht erhöht. Bei 2-3 von 10 Teilnehmenden hatte die Kreatin-Einnahme unabhängig vom Trainingszustand gar keinen Effekt.

Vorsicht beim Kauf

Wer den Effekt von Kreatin selbst ausprobieren will, kann bis zu 3 mg Kreatin am Tag einnehmen. Treten Magen-Darm-Beschwerden auf, kann die Menge auch auf mehrere Portionen am Tag verteilt werden. Menschen mit chronischen Erkrankungen, Kinder, Jugendliche, Schwangere und Stillende sollten vor der Einnahme ihre Ärzt*in befragen.

Im Internet findet sich eine riesige Auswahl von Produkten. Beim Kauf ist jedoch Vorsicht geboten. Die Verbraucherzentrale rät dazu, sorgfältig auszuwählen. Wichtige Kriterien sine eine nachvollziehbare Herkunft und unabhängige Produktanalysen. Analysen zeigten, dass in manchen Produkten weniger Kreatin ist als angegeben war oder sie konnten Verunreinigungen mit z. B.  Schwermetallen nachweisen.

Quellen:

News

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Nitrospray richtig anwenden
Nitrospray richtig anwenden

Bei Brustenge und Herzschmerzen

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.   mehr

Dem Testosteron-Abfall entgegen wirken

Mann fährt mit Hund an der Leine auf einem Fahrrad einen See entlang.

Bewegung und Alkoholverzicht

Wechseljahre wie die Frauen haben Männer nicht. Ihr Hormonspiegel sinkt nicht abrupt, sondern nur langsam. Trotzdem leiden viele unter Beschwerden. Und einige wenige benötigen sogar eine Testosteronsubstitution.   mehr

Jedes Nikotinprodukt ist ungesund
Jedes Nikotinprodukt ist ungesund

Von Zigarette bis Beutel

Nikotin gibt es in verschiedensten Formen: Von der klassischen Zigarette über E-Zigaretten bis zum Nikotinbeutel. Doch keine Form ist harmlos.    mehr

Soziale Medien für Kinder verbieten!
Soziale Medien für Kinder verbieten!

Weil sie krank und dumm machen

Soziale Medien machen Kindern und Jugendlichen zunehmend Probleme, warnt ein Kinder- und Jugendarzt. Er fordert deshalb ein Social-Media-Verbot bis 14 Jahre – doch Verbote allein reichen seiner Ansicht nach nicht aus.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Neue Elbe Apotheke
Inhaber Apotheker Nagip Maksoud
Telefon 04143/63 63
Fax 04143/91 32 03
E-Mail kontakt@apothekedrochtersen.de